Aus dem Nichts zum Kultfilm

(Eine Video-Reportage von Martin Aldrovandi)

Vor 6 Monaten feierte unser Dokumentarfilm Negative: Nothing über Thomas Köhlers 2900 Kilometer langen Fussmarsch durch Japan nach der Tragödie von Fukushima erfolgreich Premiere in Winterthur. Es war der Startschuss für eine Reise mit unbekanntem Ziel.

Die Erleichterung an jenem Abend des 5. Oktobers 2012 war gross. Denn anfänglich glaubten weder Stiftungen, Sponsoren, Verleiher oder Festivals an unser Filmprojekt. Trotzdem zogen wir es durch, weil wir an diese inspirierende Geschichte glaubten – und mit uns auch eine grosse Schar an Privatpersonen, die uns übers Internet mit kleinsten Beiträgen unterstützten.

Über 4000 Zuschauer

Inzwischen sind 6 Monate vergangen. 18 Mal wurde Negative: Nothing in der Schweiz und Japan gezeigt. Über 4000 Menschen haben den Film inzwischen gesehen. Mit Stolz dürfen wir sagen, dass aus einem anfänglich nicht gross beachteten Projekt ein kleiner, unabhängiger Kultfilm geworden ist. Zu verdanken haben wir dies jedem einzelnen Zuschauer, der die Mühe auf sich nimmt, den Film ins Kino schauen zu kommen.

Im März wurde Negative: Nothing 5 Mal in Tokio gezeigt. Der Andrang war gross. Über 1000 Japaner besuchten die Vorführungen in diesen kurzen zwei Wochen. Die Reaktionen und die anschliessenden Fragerunde waren bewegend und voller humorvoller Momente (Asienspiegel berichtete). Sehen Sie dazu obige Video-Reportage von Korrespondent Martin Aldrovandi.

(Der Trailer zum Film)

Inspiration Thomas Köhler

Thomas Köhler hat mit seinem Marsch durch ganz Japan viele Menschen inspiriert, darunter auch uns Filmemacher. Er hat uns gelehrt, wie man mit Leidenschaft und wenig Geld sehr viel bewegen kann.

Denn auch Thomas Köhlers Fussmarsch-Projekt stiess im Vorfeld nicht selten auf Skepsis. Er zog es trotzdem durch, seine eigenen Ersparnisse aufwendend. Weil es ihm darum ging, zu helfen und Japan etwas zurückzugeben.

Mit derselben Motivation sind mein Bruder Stephan Knüsel und ich an Negative: Nothing herangegangen. Es ist schön zu sehen, wie anhaltend gross das Interesse am Film in der Schweiz wie auch in Japan ist. Negative: Nothing hat uns auf eine Reise geführt, die noch nicht zu Ende ist.

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